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Kirchenregion Neubrandenburg

Liebe Schwestern und Brüder in unseren Kirchengemeinden!

Betrachte ich die Tage, die wir jetzt gerade durchleben, denke ich, dass wir alle in diesem Jahr eine besondere Passions- und Leidenszeit hatten: Nicht, weil wir es geplant haben, auf bestimmte Dinge zu verzichten, sondern weil wir dazu aufgefordert, gedrängt werden. Nicht reisen, nicht ausgehen, nicht feiern, sich nicht mit der Familie oder Freunden treffen, keine Schule, kein Kindergarten, für manche keine Arbeit- nein, das hat sich niemand ausgesucht. Und so erleiden wir Wut, Trauer, Angst und Ohnmacht. Uns belastet das Voneinander- Getrenntsein, manchmal auch das enge Zusammensein.
Für alles, was wegfällt, wächst allerdings anderes. Mitmenschlichkeit und Solidarität sind zu Schlagworten in diesen Tagen geworden. Unsere Kreativität und Hilfsbereitschaft kommt auf ganz andere Weise den Menschen vor Ort zu gute. Sehnsucht wächst, dass wir aus dieser Zeit etwas Lernen. Dass das freundliche Miteinander und Füreinander- Dasein bleibt. Sehnsucht nach Leben ohne Einschränkungen, ein Leben ohne Verzicht. Sehnsucht wächst nach Normalität. Sehnsucht nach neuem Leben, denn allen ist klar, nichts wird mehr sein, wie es vorher war.
Ich sehne mich nach Ostern. Nach Fastenbrechen und Aufstehen, nach Menschen, die mit mir das Leben feiern, ich sehne mich nach Menschenansammlungen am See und auf Spielplätzen, nach Eis essen, und dass wir gemeinsam rufen können: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!
Bis zum Wiedersehen, bleiben Sie behütet und bewahrt.

Ihre Christina Jonassen
Regionalpastorin der Kirchenregion Neubrandenburg

Alle kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Telefon oder per E- Mail auch weiterhin für Sie erreichbar.
Im Folgenden finden Sie Angebote, wie Sie in der Krisenzeit beten, zuhören und innehalten können und somit mit uns und anderen Christen in dieser Stadt verbunden bleiben.
• Am Sonntag läuten in unserer Kirchenregion um 10 Uhr alle Glocken für 5 Minuten. Während dieser Zeit sind wir eingeladen, gemeinsam zu Hause zu beten.
• Jeden Sonntag um 19:15 Uhr gibt es bei NB  Radiotreff 88,0 eine ökumenische Radioandacht. (www.nb-radiotreff.de, 88,0 MHz)
• Karfreitag, am 10.04. gibt es eine zusätzliche Radioandacht um 10 Uhr
• Kreativmodus statt Panikmodus – Der Podcast von Pastor Jörg Albrecht
• Täglich um 18 Uhr läuten in gewohnter Weise die Glocken in unserer Stadt. Zünden Sie eine Kerze an und stellen Sie diese ins Fenster.

Wenn um 18 Uhr die Glocken läuten

Ich öffne Herz und Ohr
und spreche:

Überall unterbrechen Menschen für einen Augenblick das, was sie gerade tun.
Auch ich lege beiseite, was mich beschäftigt, und höre auf das Läuten.
Mein Kopf und mein Herz sind trotzdem voll.
Ich bin hier. Gott ist hier. Das genügt.
In deinen Händen, Herr, steht unsere Zeit.
Denke an mich in deiner Gnade. Erhöre mich und hilf mir.
Amen.

Ich singe ein Lied
Singen tut gut. Ganz gleich, ob mehrere es tun oder ich für mich. Und manchmal reicht es vielleicht schon, den Liedtext zu lesen und dabei die Melodie zu summen.
Ein Segenslied haben wir für Sie ausgesucht.

2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,sei mit
uns in allem Leiden. Voll Wärme und Licht im
Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten, voll
Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in
schweren Zeiten.
3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit
uns vor allem Bösen. Sei Hilfe, sei Kraft, die
Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen, sei
Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns,
uns zu erlösen.
4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit
uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist,
der Leben verheißt, sei um uns auf unsern
Wegen, dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.

Text von Eugen Eckert (*1954) 1985/87
Melodie von Anders Ruuth (1926-2011) 1968 La paz del señor

Ich höre auf Gottes Wort
Lesen Sie einen Bibel-Abschnitt, die Losungen oder andere Texte, die Ihnen gut tun.
Für sich allein kann man leise lesen. Manchmal hilft es aber, dass ich auch für mich Texte laut vorlese. Dann hören meine Ohren sie, und ich ahne: Sie sind mir gesagt.

Ich nehme die Welt ins Gebet
Ich vertraue darauf:
Da ist ein Du, das mich sieht und hört.
*
(Gönnen Sie sich einen Atemzug Stille)
Ich will dir danken, Gott, für...
*
Ich denke an…
*
Mich bewegt gerade sehr, …
*
Hilf mir, dass ich in aller Ungewissheit und Angst nicht das Vertrauen verliere.
Lass mich und die anderen besonnen bleiben. Lass uns an jedem Tag die Schönheit Deiner Schöpfung und Deine Liebe zu uns erkennen. Bewahre die Schwachen. Sorge für die Kranken. Sei bei allen, die sterben.
Beschütze und stärke alle, die in Krankenhäusern, Arztpraxen und Laboren arbeiten, die Kranke pflegen und Eingeschlossene versorgen, und alle, die sich darum bemühen, dass wir haben, was wir zum Leben brauchen.
*
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.