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Kirchenregion Neubrandenburg

epd-bild/Wolfgang Noack

Da berühren sich Himmel und Erde

Seit mehreren Monaten leben Menschen aus verschiedenen Ländern unter uns. Sie kommen allein, mit Freunden oder mit Familienangehörigen. Sie können unsere Sprache (noch) nicht oder kaum, leben zum Teil in Gemeinschaftsunterkünften und versuchen sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Sie wollen gerne die deutsche Sprache erlernen, eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, Arbeit finden, sich in unsere Gesellschaft integrieren und ihre Erfahrungen und Kultur teilen. So weit, so gut. Doch wie kann das gelingen und welche Rolle spielen wir Christen dabei?
Im bekannten Lied „Da berühren sich Himmel und Erde“ heißt es: „wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu, …“
Neu beginnen und neue Wege gehen – das können und müssen wir auch. Nicht allein, sondern gemeinsam. Nicht unter uns Christen, sondern mit den Menschen, die hier neu sind, unseren Rat und unsere Hilfe benötigen. Mit den Menschen, die sich kennenlernen wollen, die einander ihre Kultur und Religionen entdecken möchten, die ihre Traditionen, ihre Erlebnisse und Erfahrungen teilen wollen.
„Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu, …“
Verschenken und neu beginnen gelingt nur, wenn wir Kräfte bündeln, unsere Hand ausstrecken und Türen öffnen. Deshalb haben die drei evangelischen Kirchengemeinden, die katholische Kirchengemeinde, der Caritasverband und die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte entschieden, eine gemeinsame Begeg-nungsstätte in ökumenischer Verantwortung in der Neubrandenburger Neutorstraße zu betreiben. Hier soll in wenigen Wochen eine Begegnungsstätte ihre Türen öffnen, in der sich Flüchtlinge, Asylbewerber und Einheimische treffen und miteinander in Kontakt treten können. Hier soll gemeinsam gekocht, gesungen erzählt und gelacht werden, voneinander und miteinander gelernt werden, Hilfe bei Alltagsproblemen organisiert werden und vieles mehr.  
„Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu, …“. Besonders freuen wir uns, dass der Oberbürgermeister die Schirmherrschaft für dieses besondere Vorhaben übernommen hat und unsere Pläne unterstützt. Wir wollen gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz und Verständigung setzen. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes, und wo Menschen sich friedlich begegnen, „da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns“.
Seien Sie in die Ökumenische Begeg-nungsstätte herzlich eingeladen! Den genauen Eröffnungstermin sowie die Öffnungszeiten und den Namen wer-den wir Ihnen rechtzeitig bekannt geben.                       

Alexander Hanisch

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