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Kirchenregion Neubrandenburg

Wie stellt man dar, was nicht zu fassen ist?

Oder. Die Taube.
Symbol und Zeichen für den Heiligen Geist und für das Pfingstfest.

Das Wort Pfingsten ist vom griechischen Wort „pentekoste“ abgeleitet. Dies bedeutet „der fünfzigste“ (Tag). Gemeint ist das jüdische Wochenfest Schawuot, das am fünfzigsten Tag nach Ostern bzw. Passah gefeiert wurde.

Mit dem Empfang des Heiligen Geistes nach Apostelgeschichte 2 beginnt an diesem Fest in Jerusalem die Geschichte der Kirche und der christlichen Gemeinde.
Die Bibel erzählt in einer Bildsprache, dass Gott die Jünger Jesu, die Apostel, mit dem Heiligen Geist beschenkt und erfüllt. Die Bibel erzählt von Feuerzungen, die auf die Jünger fielen. So wird der Beginn der Kirche mit Leidenschaft und einem inneren Brennen für Gott ausgedrückt.
Das Bild vom Feuer ist jedoch ein recht unwirkliches und schwer fassbares Bild. Verbunden ist der Geist Gottes ebenso mit Eigenschaften und Ausdrücken wie Wind und Wehen. Da all dies, wie der Heilige Geist selbst, oft schwer begreiflich und wie der Wind nicht zu fassen ist, ist die Taube zum bedeutenderen Symbol geworden. Lange war es strittig, wie und ob der Heilige Geist in der bildlichen Kunst dargestellt werden kann. Seit dem 6. Jahrhundert hat sich die Taube als Symbol durchgesetzt.

Nicht Picassos bekannte Taube wurde zum Zeichen des Friedens, sondern Pablo Picasso nahm die Taube als Zeichen eines Friedens von Gott und stellte sie dar.
Manchmal sind Darstellungen einer Taube verbunden mit Bildern von Feuer und Flammen. Dann ist besonders das Pfingstfest gemeint.
Manchmal schwebt eine Taube in Darstellungen über dem „Gottesauge“ als Hinweis und Teil der Trinität.
Manchmal weht, schwebt oder fliegt sie in Leichtigkeit in Bildern über Menschen oder Orte, Kirchen - bildlicher Ausdruck der Gegenwart Gottes.
In Darstellungen der Taufe Jesu näherte sie sich ihm, als Zeichen und Symbol  der Zusage von Gott: „Du bist mein geliebter Sohn“.
Die Taube mit einem Zweig im Schnabel ist nicht nur Symbol, sondern erinnert an die Geschichte vom Ende der Sintflut. Eine Taube kommt mit einem Zweig im Schnabel am Ende der Sintflut zurück zu Noah, zurück zur Arche und zeigt damit, dass es auf der Erde wieder grünt. Hier wird die Taube zum Hoffnungsträger. Dies will Gottes Geist sein.
Die Kommunität Taizé hat sogar das Kreuz mit der Taube in „ihrem Taizékreuz“ verbunden. Hier verschmelzen künstlerisch die Hingabe Jesu am Kreuz und Gottes Geist unter uns.

Pastor Jörg Albrecht


Weitere Infos zum Kirchenjahr finden Sie auch unter:
www.nordkirche.de/glaube/Kirchenjahr

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