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Kirchenregion Neubrandenburg

Ehrenamtsmesse

Neubrandenburger Weltladen feiert Jubiläum

Der Verein „Eine Welt – Nueva Esperanza“ feiert in diesem Jahr ein Jubiläum. Den gemeinnützigen und ehrenamtlich arbeitenden Verein gibt es nunmehr 30 Jahre in Neubrandenburg! Über die gesamte Zeit unterstützte uns die Kirchengemeinde von St. Johannis. Wir sind froh und dankbar, den Weltladen viermal in der Woche für zwei Stunden im Klosteranbau öffnen zu können und Aktivitäten über den Gemeindebrief und den Schaukasten publik machen zu dürfen.
Im Weltladen werden neben Kaffee, Tee und Schokolade auch kunsthandwerkliche Waren aus Afrika, Asien und Lateinamerika angeboten. Die Produkte sind fair gehandelt. Deren Erlös kommt den Produzenten zugute, die durch gerechtere Bezahlung ihren Kindern Bildung ermöglichen und für ihre Gesundheit sorgen können. Erst jede fünfte Tasse Kaffee, die deutschlandweit getrunken wird, stammt aus fairem Handel. Wir Weltläden-Mitstreiter setzen uns dafür ein, dass dieser Anteil steigt. Wir möchten zum Nachdenken anregen über bewussten Einkauf. Außerdem unterbreitet der Verein Bildungsangebote, unter anderem für Kitas.
Mit den Neubrandenburgern, die dem fairen Handel verbunden sind oder ihn kennenlernen möchten, feiern wir am 14. Mai unser Jubiläum. Neben der Einladung, den Tag des fairen Handels gemeinsam zu gestalten, wird es eine Diskussion zum Film „Made in Bangladesh“ geben. Der Streifen erzählt die wahre Geschichte von Näherinnen in diesem Land.
„Gutes Geld investiert in gute Produkte“ – das ist das Anliegen von Oikocredit. Diese Genossenschaft unterstützt die Produzenten im fairen Handel mit Kleinkrediten. Geplant ist in der Festwoche im Mai ein Vortragsabend mit dem Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e. V. in Neubrandenburg.
Sehr am Herzen liegt uns, die Idee des fairen Handels weiter zu verbreiten. Deshalb wäre es toll, mehr Mitglieder zu gewinnen. „30 zum 30.!“ wäre ein solches Ziel. Aktuell haben wir 24 Mitglieder. Sehr gern würden wir darüber hinaus mit ehemaligen und Gründungsmitgliedern des Vereins ins Gespräch kommen, um Erinnerungen auszutauschen.

Und außerdem im Frühjahr?
Rund um den Weltgebetstag im März wird es wie gewohnt Gespräche zum Frauenkaffee „Angelique finest“ aus Ruanda im Weltladen geben, außerdem einen Stand am 4. März bei der gastgebenden katholischen Kirchgemeinde in der Viertorestadt. Weil England 2022 gastgebendes Land ist, heißt es im Weltladen „Teatime“. So gibt es neben dem Kaffee diesmal auch Tee aus Ruanda. Der Weltgebetstagskaffee kommt aus der Republik Kongo. Eine Spende von einem Euro je Päckchen unterstützt die dortigen Produzentinnen. Und natürlich steht der Hone-y-Kaffee aus Frauenhand, hergestellt in Nikaragua, mit im Regal des Weltladens.

Weiterführen möchte der Verein im Jubiläumsjahr die Aktion „Verbandskasten 2.0“. Viele Neubrandenburger haben bereits ihre abgelaufenen Verbandskästen abgegeben und einen Euro für den Transport gespendet. Angefangen hat alles mit einem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Ghana. Junge Leute durften sich mit der Ausbildung der Ersten Hilfe in Schulen und öffentlichen Einrichtungen beschäftigen und Kindern Basiswissen beibringen.
Doch wie erklärt man praktische Vorgänge wie das Anlegen von Verbänden ohne jegliches Material? So entstand die Spendenidee und fand auch im Neubrandenburger Weltladen Unterstützung.

Ab April wird es wieder ein kleines Angebot fair gehandelter Waren aller 14 Tage auf dem samstäglichen GrünMarkt geben.

Christine Rathke und Angela Kuboth
vom Vereinsvorstand „Eine Welt – Nueva Esperanza“


Alle Infos zu den angekündigten Aktivitäten: www.weltladen-nb.de