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Kirchenregion Neubrandenburg

Passionszeit

„Leidenschaft, die Leiden schafft.“ Wenn ich über die Passionszeit nachdenke, fällt mir immer wieder dieser Satz ein. Mir fallen passionierte Menschen ein, die für ihre Sache brennen, egal ob das gerade „hipp“ oder „in“ ist Sie haben immer Gesprächsstoff, alles, was es rund um ihr Herzensanliegen gibt, das kennen sie und spüren es auf. Ich denke an Fußballfans, die sich für ihren Verein einsetzen und verausgaben, damit ihre Mannschaft am Ball und im Spiel bleibt. Von außen betrachtet, wirkt das manchmal sehr einseitig oder gar verrückt. Schlimm ist es, wenn die Leidenschaft so missverstanden wird, dass sie anderen keinen Freiraum lässt und sie bedrängt.
Gottes Leidenschaft für seine Schöpfung und seine Menschen wurde auch in dieser Hinsicht missverstanden. Menschen brachen den Stab über Seine Liebe, die in Jesus sichtbar geworden ist. Doch Er hielt daran fest und diskutierte nicht über die Lügen, wehrte sich nicht gegen die, die ihn verspotteten und vor ihm ausspuckten. Er trug das Kreuz zu seiner Hinrichtung, um der Liebe willen. Das ist ein großes Geheimnis und wir dürfen ihm 7 Wochen lang nachspüren. Ob wir es ergründen, wieso Liebe das Leiden durchdringen kann und schließlich sogar stärker ist als selbst der Tod?
„In Rechter Ordnung Lerne Jesu Passion“. (Mit diesem Spruch lassen sich die Namen der Passionssonntage lernen; Invokavit, Reminiszere, Okuli, Lätare, Judika und Palmarum)

Katharina Seuffert

Einen Ostergarten selber gestalten – Die Passionszeit

Stellen Sie in der Adventszeit eine Krippe auf? Wir machen das zu Hause, aber im Advent ist der Stall noch ziemlich leer. Da steht nur der Ochse vor seiner Krippe mit einem Häufchen Stroh. Der Hirte weidet seine Schafe ein wenig abseits; Maria und Josef nähern sich mit dem Esel auf der anderen Seite der Kommode; der Engel fliegt noch in der Palme und die Könige sind noch ganz weit weg auf der anderen Seite des Wohnzimmers auf dem Schrank. Und in diesem Schrank versteckt wartet auch Jesus auf seinen großen Tag, an dem er in die Krippe gelegt wird. Erst am 6. Januar ist die Krippe endlich vollzählig. Doch auch danach geht die Geschichte weiter. Die Geburt Jesu ist ja erst der Anfang. Deshalb möchte ich Sie einladen, in diesem Jahr einen Ostergarten zu gestalten. Das ist nicht weiter schwer. Sie können Ihren Ostergarten individuell gestalten.
Hier kommen ein paar Anregungen. Sie brauchen eine große, flache Pflanzschale, die Sie mit Erde füllen. In diese Schale legen Sie einen Weg aus Steinen. Nun werden nach und nach Symbole für die Ereignisse der letzten Tage in Jesu Leben in die Schale entlang des Weges gelegt. Jesus selbst wird dabei zum Beispiel durch eine einfache Holzfigur symbolisiert. Am Palmsonntag starten Sie. Sie können zum Beispiel Jerusalem aus Bauklötzen oder Lego bauen. Sie können Palmwedel in die Schale legen oder kleine Stoffreste als die Kleidung, die Jesus zu Füßen gelegt wurde beim Einzug in Jerusalem. Dann folgen am Gründonnerstag, als Symbole für das letzte Abendmahl, ein kleiner Holzklotz, auf den Sie einen Kelch stellen. Diesen können Sie leicht aus einem Stückchen Alufolie formen. Am Karfreitag stecken Sie dann ein Kreuz in die Erde, das Sie aus zwei an-einandergebundenen Zweigen gebildet haben. Neben dem Kreuz liegt ein umgestürzter Blumentopf als Grabhöhle und davor ein großer Stein. Säen sie jetzt Kresse-Samen in die Erde neben den Steinweg und hoffen Sie darauf, dass das Leben aus den Samen in der Erde wieder neu erwacht und wächst.

Verena von Samson

Einen Ostergarten selber gestalten – Ostern

Am Ostersonntag schieben vielleicht schon die ersten Kressepflänzchen ihre Köpfe aus der Erde. Rollen Sie den Stein zur Seite neben den Blumentopf, so dass die Öffnung frei wird: das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Neben dem Blumentopf können Sie nun auch noch weitere Blumen pflanzen als Symbol für das Leben, das wieder neu erblüht.

Verena von Samson


Pfingsten


Konfirmationssprüche

Mein Konfirmationsvers
Ich wurde am 30. Mai 1982 im Dom zu Güstrow konfirmiert. Wir konnten uns unsere Konfirmationssprüche damals nicht aussuchen, das hat die Frau Pastorin für uns getan.
In meiner Konfirmationsurkunde steht als Konfirmationsvers: „Des Herrn ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss“. Ps. 33,4.
Für mich war dieses Wort früher immer eines der großen biblischen Rätsel, ich habe diesen Satz nicht verstanden und lange darüber gebrütet und gerätselt. Und irgendwann einmal nach Jahren kam ich auf die Idee, das Wort auf der Urkunde mit der angegebenen Stelle in der Bibel zu vergleichen. Und siehe, sofort wurden mir die Augen geöffnet. In der Bibel steht nämlich noch mehr an dieser Stelle als in meiner Urkunde, nämlich: „Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.“ Da hatte unsere Pastorin in der vielen Arbeit, so viele Urkunden zu schreiben, doch ein kleines aber entscheidendes Wort vergessen. Und ich habe mich lange mit diesem Vers vergeblich auseinandergesetzt. Aber vielleicht trage ich dieses Wort deshalb heute auch noch immer in meinem Herzen mit mir.

Ralf von Samson

Mein Konfirmationsspruch 1981
„Ich will mich freuen des Herrn und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der Herr ist meine Kraft.“ (Habakuk 3, 18f).
Freude, die von innen kommt, die tief gründet und dann hervorbricht, wenn alle äußerliche Freude abhanden gekommen ist. Das Wort erinnert mich an IHN, der mich trägt. Grund der Freude, - immer wieder neu. Meine Konfirmation war für mich damals nur ein weiterer Schritt, eine Ergänzung zur Taufe. Denn ich bin mit 12 Jahren getauft worden. Da war es mir sehr bewusst, was das bedeutete. Außer mir, meinen Eltern und meiner Schwester waren nur noch mein Patenonkel und meine Patentante anwesend in der großen Kirche in Pegau bei Leipzig. Und obwohl von Seiten der Politik so gegen Kirche, Glaube und Gott geschossen wurde, die Taufe war ein Band, das über Staatsideologien und Grenzen, über Zeiten und Schrecken hinweg miteinander verbindet. Neulich bekam ich eine Spruchkarte zugeteilt. Darauf mein Taufspruch:
So spricht der HERR: „Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ (Jeremia 43,1)  
Welch ein Segen!
Katharina Seuffert

Pastor Jörg Albrecht erzählt.
Ich bin eigentlich gar nicht „richtig konfirmiert“ worden. Meine Eltern lebten eine ökumenische Ehe. Als sie in den 60er Jahren geheiratet hatten, musste der katholische Bischof seine Zustimmung zu dieser Ehe geben. Damit verbunden war die Bedingung, Kinder „katholisch zu taufen“. So bin ich katholisch getauft, habe Erstkommunion und auch noch Firmung erlebt. Ich bin jedoch sehr ökumenisch aufgewachsen. Allerdings fand ich in der Jugendzeit meine geistliche Beheimatung in der Evangelischen Kirche und ich fand dort zu meinem persönlichen und lebendigen Glauben. Mit dem Wunsch, Theologie zu studieren, bin ich dann auch „offiziell“ evangelisch geworden, nicht nur im Herzen.
Meine „Art Konfirmation“, mein Übertritt in die Evangelische Kirche, mein Abendmahl fand in einer Andacht mit unserer damaligen Jungen Gemeinde am Samstag Abend vor dem Junge-Gemeinde- Abend statt.
Der vom Pastor für diesen Anlass ausgewählte Bibelvers (der wird hier nicht aufgeschrieben) begleitet mich oft.
Diese Erfahrung zeigt mir noch heute, es kann auch ganz anders gehen….

Jörg Albrecht