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Kirchenregion Neubrandenburg

Herzlich willkommen in der Friedensgemeinde!

Liebe Gemeinde,
in den nächsten Wochen ist es wieder so weit: die Apfelbäume im Pfarrgarten Staven verwandeln sich in ein Blütenmeer. Überall leuchtet es rosa und weiß. Zwischen den Blüten summt es und brummt es. Hummeln, Bienen, Fliegen und Falter schwirren umher. Ich staune über diese unglaubliche Fülle. Jedes Jahr wieder. Im Winter sieht es immer so aus, als wenn die Zeit dieser alten Bäume vorbei ist. Aber jedes Jahr im Frühling blühen sie wieder mit aller Macht. Ganz so, als wenn sie sich regelrecht freuen, ein Teil dieser Welt zu sein. Sie legen sich ins Zeug: „Wir haben noch eine Menge in dieser Welt beizutragen, bevor wir uns dem Wind und der Zeit geschlagen geben. Wir wollen Gott loben, wenigstens noch in diesem Jahr!“
Ich muss da an ein Wort aus dem Buch des Propheten Jeremia denken: Gesegnet sind alle, die sich auf GOTT verlassen und die von GOTT Gutes erwarten. Sie sind wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt wurde und seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Auch wenn der heiße Sommer kommt, fürchtet er sich nicht. Seine Blätter bleiben grün. Er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt. Er bringt immer wieder Früchte. (Jeremia 17,7-8)
Der Prophet redet von dem, was die eigentliche Kraft in meinem Leben ist. Er erinnert mich daran, wo die Quelle meiner Freude sprudelt. Das ist das Vertrauen zu unserem wunderbaren GOTT. Es ist das Vertrauen zu Jesus Christus und das fröhliche Herz, das er mir geschenkt hat. Dieses Vertrauen ist für mich als Mensch, wie wenn ein Baum eine Wurzel bis zum Grundwasser hat. Wenn ein Baum so eine Wurzel hat, sagt der Prophet, dann hat er immer genug Wasser.
Wenn ich das Vertrauen habe, dass GOTT mich liebt, dann habe ich immer wieder dieses gute Gefühl der Lebensfreude. Dann lobe ich GOTT jeden Tag neu für etwas, das mir begegnet. Zum Beispiel der Hase, der quer über den Weg rennt. Oder der Zitronenfalter, der auf einmal durch das Fenster hereinkommt. Oder die Meise, die am Fenster sitzt und hereinschaut.

Ihr Pastor Martin Doß

Im Gespräch mit Gennaro Guida

Gennaro Guida

In der unserer Friedensgemeinde haben wir eine Pilgerwohnung eingerichtet, die ab und zu von Pilger*innen besucht wird. Vor einiger Zeit hatten wir einen besonderen Besucher in unserer Pilgerwohnung. Aber es war kein Pilger, der wie die anderen nur kurz verweilte, um weiterzuziehen. Es war ein Mann, der aus Italien anreiste und ein besonderes Ziel hatte. Sein Name ist Gennaro Guida, und er ist in der Toscana in der Nähe von Florenz zu Hause. Was treibt einen Italiener, der in einer der meist bereisten Gegenden wohnt, zu uns nach Neubrandenburg? Dieser Frage wollte ich nachgehen und traf mich mit ihm auf eine Mittagssuppe. Mit einer mecklenburgischen Erbsensuppe, die Eindruck und Lust auf unsere Traditionen geben sollte, kamen wir ins Gespräch. Gennado Guida ist auf der Suche nach Antworten, die die Vergangenheit und die Gegenwart ihm stellt. Denn vor 79 Jahren war sein Vater hier in Neubrandenburg Kriegsgefangener in der Internierungsstätte Fünfeichen. Gennaro trägt eine Sammlung verschiedener Dokumente bei sich. Es ist das Tagebuch, das sein Vater aus dieser Zeit hinterlassen hat, gefüllt mit Briefen, Fotos, Mitschriften und auch dem Ausweis für „Arbeitende Kriegsgefangene“. Aufgrund der guten Deutschkenntnisse wurde sein Vater als Verbindungsmann zwischen dem Personal und den Gefangenen eingesetzt. So war es ihm möglich, viele verschiedene Kontakte zu knüpfen und helfend da zu sein. In einem Lager, das durch Kriegszeiten und -gedanken entstand, schaffte er es, so einen Funken des Friedens zu stiften. All das ist in dem Tagebuch zu lesen. Gennaro ist auf der Suche nach Nachkommen und Zeitzeugen, die aus dem Tagebuch zu recherchieren sind, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Er besucht bewusst die Orte und Menschen, die mit der Vergangenheit seines Vaters zu tun haben. Er begegnet all diesen Fragen und Gefühlen, die durch den Krieg und diese Gefangenschaft entstanden sind. Er bricht das Schweigen und somit die Mauern zwischen den Menschen. So wie es einst sein Vater im Lager tat. „Ich kam als Fremder und bin als Freund hier. Denn in einer Zeit, in der wieder Mauern und Zäune gebaut werden und die Menschen sich voneinander entfernen, möchte ich ein Zeichen setzen. Ein Zeichen des Friedens und der Freundschaft.“ Nachdenklich und ernst scheint sein Gesicht, während das Gespräch an Tiefe gewinnt. „Glauben Sie, ich bin ein alter Mann, der etwas spinnt?“ fragt er mich. Und ich fange an zu bemerken, dass es immer noch beklemmend ist, über die Vergangenheit zu reden. Denn sie hat ihre deutlichen Zeichen gesetzt. Versöhnlich klingt es in mir, als ich ihm antwortet: „Sie sind genau richtig hier.“ Er hat versprochen wiederzukommen.

Ariane Westphal

Atempause in der Fastenzeit

Herzliche Einladung zur Atempause zur Fastenzeit in der Friedenskirche!
Wir nehmen uns kleine Pausen im Alltag. Wir lassen uns ein gutes Wort zusprechen. Wir bringen alles, was uns bewegt, vor Gott.
Termine: Mittwoch, 2. und 23. März, 18 Uhr

Wie komme ich zum Open-Air-Gottesdienst am Himmelfahrtstag?

Der Kirchengemeinderat bietet eine Mitfahrgelegenheit zum Regionalen Himmelfahrtsgottesdienst am 26. Mai in Ihlenfeld. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr an der Friedenskirche. Damit wir die Anzahl der Plätze planen können: Bitte bis zum Dienstag, 17. Mai im Gemeindebüro melden.

Gemeindenachmittag

Die gute Zeit für Leib und Seele.
Jeden zweiten Donnerstag um 14 Uhr ist es wieder so weit, wenn der Kaffee- und der Kuchenduft durch die Friedenskirche schweben und verschiedene Themen zum Gespräch einladen.
Sie sind hierzu herzlich willkommen:
Termine: 24. Februar, 10. und 24. März

Geschichtenwerkstatt

Die Geschichtenwerkstatt findet jeden Mittwoch von 15 bis 16:30 Uhr statt.