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Kirchenregion Neubrandenburg

Weltweiter Gedenktag für verwaiste Eltern

Sonntag, 8. Dezember (2. Advent), um 17 Uhr in der St. Johanniskirche Neubrandenburg

„Lange stand ich vor der schmalen Holzbrücke, die sich im sanften Bogen spiegelte. Es war eine Brücke zum Hin- und Hergehen, hinüber und herüber: Einfach so, des Gehens wegen und der Spiegelungen. Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber: Hinüber dorthin, wohin der andere ging. Und zurück, dorthin wo man mit ihm war. Und dieses Hin- und Hergehen ist wichtig. Denn da ist etwas abgerissen. Die Erinnerung fügt es zusammen, immer wieder. Da ist etwas verloren gegangen. Die Erinnerung sucht es auf und findet es. Da ist etwas von einem selbst weggegangen. Man braucht es. Man geht ihm nach. Man muss es wiedergewinnen, wenn man leben will. Man muss das Land der Vergangenheit erwandern hin und her, bis der Gang über die Brücke auf einen neuen Weg führt."
Jörg Zink

Wie in den letzten Jahren möchten wir Sie herzlich einladen anlässlich des weltweiten Gedenktags für verwaiste Eltern am zweiten Sonntag im Dezember zu einer besonderen Veranstaltung in die Johanniskirche. Hier hat die Erinnerung an das verlorene Kind Raum und Zeit. In den letzten Jahren entwickelte eine Gruppe aus Haupt- und Ehrenamtlichen der Krankenhausseelsorge Neubrandenburg, der Kirchengemeinden, Menschen aus dem ambulanten Hospizdienst und der Selbsthilfegruppe für verwais-te Eltern für betroffene Familien diesen besonderen Gottesdienst. Im Anschluss können Sie sich als Betroffene um 19 Uhr anschließen an das weltweite Ritual des candle light days und eine brennende Kerze in Ihr Fenster stellen.
Nähere Infos erhalten Sie unter www.veid.de oder Tel.: 0395 7752070.
Pastorin Anke Leisner

Steh auf und geh!

2020 kommt der Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 6. März 2020.

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Weltgebetstagsfeier
am Freitag, 6. März 2020, um 17 Uhr
Gottesdienst in der St. Johanniskirche und anschließend Essen und Beisammensein in den Gemeinderäumen von St. Johannis

Zur Vorbereitung sind alle herzlich eingeladen am Samstag, 18. Januar 2020, von 9:30 bis 14 Uhr in die Methodistische Kirche (2. Werderstraße 8)!
Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen, wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.
Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte, aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.
Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichte. Doch der erste schwarze Präsident, Robert Mugabe, regierte das Land 37 Jahre zunehmend autoritär.
Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht kei-nen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.
Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt, und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.
Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis „erlassjahr.de“ und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugutekommen. Unterschriften sind auf einer Unterschriftenliste am Weltgebetstag oder online (www.weltgebetstag.de/aktionen) möglich.