MENU NEWS


Kirchenregion Neubrandenburg

Monatsspruch August 2014

Nur eine Momentaufnahme?!
Gedanken zum Monatsspruch August: 1. Chronik 16,23
Singt dem Herrn, alle Länder der Erde! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! (Einheitsübersetzung)
Singet dem HERRN, alle Lande, verkündiget täglich sein Heil! (Lutherbibel 1984)

Wie oft in unserem Leben halten wir nur eine Momentaufnahme fest. Entsteht dadurch nicht ein falsches Bild? So eine Momentaufnahme ist der Monatsspruch für den Monat August: Singet dem HERRN alle täglich, von seiner Rettung. Kurz und knapp. Singet alle dem HERRN. Singet alle täglich. Singet alle von seiner Rettung.

Jeder soll dem HERRN so gut er kann singen, nicht für sich oder zur Unterhaltung von anderen, sondern dem HERRN, also für Gott, zur Ehre Gottes, zur Freude Gottes. Jeder soll täglich so gut er kann singen, nicht nur zu Weihnachten, zu Geburtstagen, zu Beerdigungen, sondern täglich, also tagein tagaus: immer. Jeder soll von seiner Rettung – also von der Rettung, die Gott wirkt, so gut er kann singen. Doch was heißt es: von der Rettung zu singen?

Dieser Bibelvers und Monatsspruch fordert uns heraus zu bedenken, was wir als „Rettung“ bezeichnen, fordert uns heraus täglich in Wort, in Lied zu fassen, dass Gott uns gerettet hat, dass er alles getan hat, was zu unserer Rettung nötig ist, dass Gott zugesagt hat „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (1. Mose 8,22), dass er uns hat wissen lassen: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren wer-den, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16). Ja, dass er uns gerettet hat, davon sollen wir täglich IHM singen. Soweit die Momentaufnahme.

Nun bin ich aber gespannt, in welchem Kontext dieser Vers steht. Hilft uns das Gesamtbild, den Vers leichter, fröhlicher, beschwingter umzusetzen?

Im 1. Buch der Chronik im 16. Kapitel wird berichtet, wie die Bundeslade aufgestellt wurde und welches die Gottesdienstordnung, die Gottesdienstliturgie ist. Die Rede ist von Dankopfer und Brandopfer, vom Segen im Namen des Herrn, dass sie Fleisch und Kuchen miteinander teilen.
Dann wird beschrieben, dass einige besonders beauftragt werden Gott zu preisen, ihm zu danken und ihn zu loben. Diese sollen mit Psalter, Harfen, Zimbeln und Trompeten zur Ehre Gottes musizieren.
Dann spricht David ein Dankgebet, eigentlich einen Dankaufruf der allen, also auch jedem von uns, gilt, in dem dann auch der Monatsspruch vorkommt.
(Ich gebe den Aufruf gekürzt wieder.)

 Danket dem HERRN, ruft seinen Namen an,
 tut kund unter den Völkern sein Tun!
 Singet und spielet ihm,
 redet von allen seinen Wundern!
 Gedenket seiner Wunder!
 Gedenket ewig seines Bundes!
 Singet dem HERRN, alle Lande,
 verkündiget täglich sein Heil!
 Erzählet unter den Heiden seine Herrlichkeit
 und unter allen Völkern seine Wunder!
 Denn der HERR ist groß und hoch zu loben,
 der HERR hat den Himmel geschaffen.
 Macht und Freude sind in seinem Heiligtum.
 Betet den HERRN an in heiligem Schmuck!
 Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt.
 Es freue sich der Himmel, und die Erde sei fröhlich,
 und man sage, dass der HERR regiert!
 Das Meer brause und was darinnen ist,
 und das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist.
 Danket dem HERRN, denn er ist freundlich,
 und seine Güte währet ewiglich.
 Gelobt sei der HERR, der Gott Israels,
 von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Halleluja.

Nun, von meinem Schreibtisch aufschauend, durch-atmend, die Schöpfung betrachtend, sehend, hörend, frage ich mich und Sie als Leser dieses Gemeindebriefes: WAS SINGE ICH HEUTE ZUM LOBE UNSERES GOTTES, UNSERES RETTERS?
Vielleicht sollte ich mir nun ein Gesangbuch suchen und den Sommer über in Griffnähe haben und da-raus singen – wenn möglich täglich: Singet dem HERRN alle täglich, von seiner Rettung.

Dazu wünsche ich uns viel Dankbarkeit und Freude.
Helga Kretschmer

zurück

Nach oben