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Kirchenregion Neubrandenburg

In Neubrandenburg wohnen viele orthodoxe Christen

Sie alle kommen ursprünglich aus verschiedenen Ländern: Russland, Kasachstan, der Ukraine und anderen Ländern aus dem postsowjetischen Raum. Da es keine orthodoxe Kirche in Neubrandenburg gab, war es für viele Christen nicht möglich am Gottesdienst und der Kommunion teilzunehmen, gemeinsam zu beten und Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu haben. Für viele orthodoxe Menschen war es daher äußerst schwierig, hier in Neubrandenburg nicht regelmäßig den Gottesdienst besuchen zu können wie in ihrer Heimat. Deshalb mussten sie orthodoxe Kirchen in ihrem Umfeld suchen. Jedoch ist es trotzdem nicht möglich gewesen, regelmäßig am Gottesdienst teilzunehmen, da es einen langen Anfahrtsweg beinhaltet. Zum Beispiel befinden sich die nächsten orthodoxen Kirchen in Berlin, Hamburg und Rostock.

Dank der Evangelischen Gemeinde ist es nun seit einiger Zeit möglich in der St. Georg Kapelle den orthodoxen Gottesdienst zu feiern.
Auch seine Exzellenz der hochgeweihte Erzbischof Tikhon von Podolsk, der Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland, erteilte seinen Segen für die Durchführung der Gottesdienste in der St. Georgskapelle in Neubrandenburg. Daraufhin hat sich der orthodoxe Priester Evgenij Murzin bereit erklärt, die Gottesdienste in Neubrandenburg durchzuführen, und dafür kommt er extra aus Berlin. 
Die Gebete der orthodoxen Christen wurden erhört, und am 9. Dezember 2018 fand seit langer Zeit eine Andacht statt. Wie es sich später herausgestellt hat, war der 9. Dezember ein Gedenktag für die Weihung einer Kirche im Namen des Heiligen Georg in Kiew im Jahr 1051/1054 und gerade in der St. Georgskapelle wurde die erste Andacht durchgeführt. Wie ein russisches Sprichwort aussagt, gibt es keine Zufälle. Der erste Gottesdienst wurde an Weihnachten, dem 7. Januar, zelebriert. Für viele Christen ist so ein langersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Es wurde möglich, das so vertraute Heimatgefühl mit dem Besuch der Kirche wieder aufleben zu lassen. Nun werden die Gottesdienste einmal im Monat verwirklicht.
Ebenfalls wurden in dem kurzen Zeitraum einige Menschen getauft. Auch bemerkenswert zu erwähnen ist, dass der Chor aus Gläubigen besteht. Sie haben sich dafür bereit erklärt, mit ihrem Gesang Gott zu ehren und den Gottesdienst somit zu unterstützen.
Eins der wichtigsten Feste in der orthodoxen Kirche ist die Auferstehung Christi und die Vorbereitung zu diesen heiligen Feiern. Alle Christen bereiten sich auf das Fest der Auferstehung Christi vor, indem sie vorher 40 Tage fasten. Diese Fastenzeit erinnert an die 40 Tage, die Christus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Während der Fastenzeit dürfen keine tierischen Erzeugnisse gegessen werden. Es ist eine Zeit der Umkehr und sollte von einem Prozess der inneren Erneuerung bzw. vom Gebet begleitet werden.
Die Feier der Göttlichen Liturgie steht im Zentrum des orthodoxen Gottesdienstes. Die Gemeinde versammelt sich dafür in der Kirche gemeinsam mit dem Bischof oder dem von ihm beauftragten Priester zur allheiligen Eucharistie.
Die Eucharistie oder auch das Heilige Abendmahl genannt, wurde von Christus bei seinem letzten Abendmahl eingesetzt. Da verwandelte Jesus Christus das Brot und Wein in seinen Leib und Blut und ließ seine Jünger daran teilhaben. Christus forderte die Jünger auf, dieses Sakrament zu seinem Gedächtnis auch in Zukunft zu feiern.
Ursprünglich war die Eucharistie ein Mahl und mit der Zeit änderte es sich vom Abend-Mahl zu einem Gottesdienst. Die orthodoxe Lehre vermittelt, dass Jesus Christus selbst unsichtbar in den Gottesdiensten anwesend ist.

Die orthodoxen Christen freuen sich sehr auf die bevorstehenden Gottesdienste in Neubrandenburg. Es werden alle herzlich dazu eingeladen, an den Gottesdiensten teilzunehmen in der St. Georgskapelle.
Galyna Kuznietsova und Elena Ronn

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