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Kirchenregion Neubrandenburg

„Zu Hause ist dort, wo dein Herz sich wohlfühlt.“

Die Entstehung des „Rosen-Cafés“ 

im Wohnbereich 1 des Altenheims Broda

„Zuhause“ - dieses Wort beinhaltet nicht nur liebe Menschen, die das Gefühl von Geborgenheit vermitteln, sondern auch einen Ort, an dem man zur Ruhe kommt, der Sicherheit und Gemütlichkeit ausstrahlt. 

Natürlich können wir die eigenen vertrauten vier Wände der alten Menschen nicht ersetzen. Unsere Intention war es, einen vergangenheitsverliebten Ort für geselliges Miteinander zu schaffen. Ebenso war es uns aber auch ein Bedürfnis, bei Bedarf einen Platz vorhalten zu können, der zur Entspannung beziehungsweise Auflockerung einer unruhigen Atmosphäre in unseren Wohnküchen beiträgt.
Die Ausgestaltung unserer Flurecken war bislang nicht an Themen gebunden. Es befanden sich dort Möbelstücke aus Haushaltsauflösungen, die auf unsere Bewohner nicht einladend wirkten. Die Idee, in einer Flurecke ein Café entstehen zu lassen, erschien uns im Team als praktisch und im Interesse unserer Bewohner.
Hier könnten Beschäftigungen in kleinen Gruppen, gemütliche Kaffee- oder Spielerunden und Feiergesellschaften mit Angehörigen stattfinden.
Zunächst stellten wir einen Antrag zur finanziellen Unterstützung über den alljährlichen Investitionsplan.
Anschließend gestalteten wir einen Spendenaufruf, welchen wir in Form von Plakaten im Haus aushängten. Zugleich wurden Flyer an Institutionen, Ärzte und Firmen, mit denen unser Wohnbereich zusammenarbeitet, versendet. Die Zeit bis zur Geldfreigabe über den Investitionsantrag nutzten wir für die Weiterentwicklung der bisherigen Ideen. Wir rührten sozusagen die Werbetrommel für unser Vorhaben, ließen uns durch Recherche inspirieren und machten Preisvergleiche. Im Internet fanden wir eine anheimelnde Rosentapete, die ausschlaggebend für die Namensgebung „Rosen-Café“ wurde. Auf das Rosenmuster dieser Tapete baute unser gesamtes Konzept auf. Monat für Monat entwickelte sich die Ausgestaltung der Ecke, die für jedermann über den Waldflur zugänglich ist, weiter. Es folgten Möbelstücke, Bilder, Vorhänge, ein Porzellanservice, Elektroartikel und Dekorationsaccessoires, die teilweise in Eigenarbeit liebevoll hergestellt wurden.
Ein Clou ist zum Beispiel ein Wasserkocher im Design eines Wasserkessels, der nach Kochen des Wassers durch den Wohnbereich pfeift. Unsere Angehörigen verfolgten interessiert den Gestaltungsverlauf und suchten regelmäßig in Begleitung von Bewohnern das „Rosen-Café“ auf. Bislang haben wir nur positives Feedback erhalten und freuen uns über reges Verweilen im Café.
Zum Ende des Jahres können wir nun unser Projekt abschließen und stolz einen Teil zum gemütlichen Wohnen und Leben beitragen. Ein großes Dankeschön geht an alle Helfer, kreativen Köpfe und Unterstützer. Ihr habt durch Geldspenden und Eigeninitiative, auch in der Freizeit, zur Entstehung beigetragen.

„Nach LIEBEN ist HELFEN das schönste Zeitwort der Welt.“ Bertha von Suttner

Julia Kapischke

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