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Kirchenregion Neubrandenburg

 

                         Kirchengemeinde St. Johannis

Mein Abschied aus dem Gemeindebüro

Am Sonntag, dem 30. Mai, wurde ich im Gottesdienst unserer St. Johanniskirche verabschiedet. Die Kirchenbänke waren, wie unter Coronabedingungen möglich, bis auf den letzten Platz besetzt. Die guten Worte, die Aussegnung, die musikalische Umrahmung, die besonderen Grußworte der Gäste: Pastor Andreas Riemann (Halle/S.), Pastor Wolfgang Rüß (Rostock), das Video von Diakon Georg Liedtke (St. Petri und Pauli Hamburg–Bergedorf), der verlesene Brief von Pastor Matthias Borchert. Ich war überwältigt und empfinde tiefe Dankbarkeit.

Wochen vor meiner Verabschiedung bin ich von Pastorin Christina Jonassen gefragt worden, welche Bibelstellen mir wichtig sind. Unter anderem nannte ich 2. Korinther 3, 3-9 „Ihr seid ein Brief Christi...“
... gekannt und gelesen von allen Menschen! Paulus schreibt das im Blick auf die Gemeinde in Korinth, und er denkt dabei an jeden Einzelnen, der in dieser Gemeinde seinen Platz hat:
„Ihr seid ein Brief Christi, gekannt und gelesen von allen Menschen!“
Wer hat diesen Brief geschrieben? An einer Stelle klingt es fast so, als sei Paulus selbst der Absender dieses Briefes. Aber schon im nächsten Vers korrigiert er das, wohl wissend, dass er selbst doch auch nur ein Brief ist. Christus selbst hat diesen Brief geschrieben, in der Kraft seines Geistes, nicht auf ein Stück Papier, sondern in das menschliche Herz. Ein offener Brief, den jeder lesen kann. Ein schönes Bild: Du und ich ein Brief Jesu Christi!
Ich darf sagen, dass ich diese Geschichten und ihre Botschaften, die wir aus dem Neuen Testament kennen – vom barmherzigen Samariter, vom guten Hirten, von Güte und Liebe, von Versöhnung und Vergebung, Schmerz und Tod, am eigenen Leib erfahren habe. Und dass ich, im Büro der Kirchengemeinde St. Johannis, selbst für den einen oder anderen ein Brief sein durfte, - ein Brief, der gelesen wurde, der ermutigte, tröstete..., vor allen Dingen aber: der den Absender lebendig werden ließ, so lebendig, als stünde er selber hinter mir und spräche selber sein Leben schaffendes Wort mitten hinein in die jeweilige Situation.

Ja, das wollte ich sein in dieser, unserer Gemeinde, in der ich dreißig Jahre tätig sein durfte, ein Ermutigungsbrief, ein Trostbrief, ein Hoffnungsbrief, und in allem ein Brief Jesu Christi!  

Und so weiß ich, dass auch im sogenannten Ruhestand irgendwo ein Empfänger wartet! Und ich hoffe und bete, ein Brief Jesu Christi zu bleiben, ein Brief, der nicht erschreckt, sondern erfreut, der nicht krank macht, sondern aufbaut, kurz – der die Handschrift dessen trägt, der es uns allen etwas leichter machen wollte, getrost zu leben und getrost zu sterben.

Ihre/Eure Sabine Tritten

Gemeindebüro neu besetzt

Ich heiße Martina Altmann, bin 34 Jahre alt und lebe mit meinem einjährigen Sohn und meinem Partner in Groß Nemerow. Auch eine knapp 4-jährige Hündin gehört zu unserem Haushalt. Wir reisen sehr gern, sind aufgrund des Hundes aktuell komplett auf das Campen umgestiegen. Zuletzt war dies ein dreiwöchiger Aufenthalt in Schweden, bevor ich dann meinen Dienst in der Kirche St. Johannis angetreten habe. Ich übernehme das Büro von Sabine Tritten und hoffe, dass ich die Aufgaben genauso wunderbar erfülle, wie sie dies in den letzten 30 Jahren tat.
Ich freue mich auf neue, interessante Herausforderungen und spannende Menschen kennenzulernen.

... das Wort wird Klang!

Die Lesungen gehören in Gottesdiensten zu den zentralen Elementen - es kann Gottesdienste ohne Predigt geben, aber nicht ohne Lesung! Es ist eine schöne und wichtige Aufgabe, die Lesungen zu übernehmen und dem Wort der Bibel einen persönlichen Klang, einen Körper zu geben. Das dürfen nicht nur Pastoren oder Kirchenälteste - jeder ist eingeladen, dem Gottesdienst zu mehr Farbe zu verhelfen.
Wir laden daher herzlich alle Menschen ein, die einmal das Lesen in der St. Johanniskirche unverbindlich ausprobieren wollen. Bei einem Workshop bieten wir Tipps, Gestaltungshilfen, Hintergründe und vor allem einen geschützten Raum, um uns und die Kirchenakustik zu erfahren: Freitag, 22. Oktober, 19 bis 20:30 Uhr und Samstag, 23. Oktober, 10 bis 12:30 Uhr (für die Teilnahme sind beide Tage notwendig).
Spontanes Kommen ist möglich; wer sich allerdings anmeldet, kann erfahren, ob die Plätze schon ausgebucht sind oder ob der Workshop ausfällt. Anmeldungen mit Name und Telefonnummer bitte an buero-neubrandenburg-johannis@elkm.de.

Es freut sich auf viel Wortklang
Christian Stähr