20 Jahre Friedensgemeinde

Aufgehoben in der Friedensgemeinde
1976 suchte uns Pastor Lück auf, nachdem wir einige Monate zuvor von Waren in die Oststadt gezogen waren. Und so gehörten wir schnell zur Oststadtgemeinde Küssow.
Wir fühlten uns in der lebhaften Gemeinde wohl, da es viele junge Eltern mit Kindern gab. Dort wurde unsere Tochter Christlind in der Kirchruine Küssow konfirmiert.
Wir haben viele schöne Familienfreizeiten erleben dürfen, und unsere Kinder wurden durch Frau Kühl und die Pastoren in den christlichen Glauben eingeführt.

Erst nach der Wende konnte ein neues Kirchenzentrum in der Oststadt errichtet werden, in dem unsere zweite Tochter Konfirmation hatte.
Wir fühlen uns sehr wohl und aufgehoben in unserer Gemeinde, obwohl wir in der Innenstadt wohnen.
Familie Wehlan

Glockenturm der Friedensgemeinde Ehepaar Franz Kirche innen mit neuem Parament Kirchweihfest 2011,
v.r.n.l. Pastor i.R. Lück,
Pastor i.R. Heydenreich,
Katechetin i.R. Kühl,
Pastor Finkenstein

Zunächst muss ich vorausschicken, dass ich in einer intakten evangelischen Kirchgemeinde in Anklam groß geworden bin. Hier sind auch die Wurzeln für meinen christlichen Glauben gelegt worden, von dem ich noch heute überzeugt bin und meine Kraft beziehe. Nachdem wir unsere Familie gründeten und nach Neubrandenburg zogen, war der Faden zu einer Gemeinde vorerst abgeschnitten und die Neubrandenburger Johannisgemeinde, wo ich hin und wieder zum Gottesdienst ging, kam mir sehr steif und befremdlich vor. Als dann Pastor Lück an unserer Tür in der Oststadt klingelte und uns von der Gründung der „Neuen Oststadtgemeinde“ mit Kirchbaracke in Küssow erzählte, war ich sehr davon angetan, hier bei dem Neuaufbau zu helfen. Die Hauskreise mit vielen jungen Familien wuchsen in der Oststadt wie Pilze aus dem Boden. Die Gottesdienste und sonstigen gemeinsamen Veranstaltungen sowie Arbeitseinsätze erzeugten ein positives Klima. Kinder, Jugendliche und auch die ältere Generation wurden optimal mit eingebunden. Es machte sich ein gutes Gefühl der Aufbruchsstimmung breit. Später dann kam die „Zweite Welle“ mit den Aufgaben des Neubaus unseres Kirchenzentrums, der Friedenskirche am Krankenhaus der Oststadt. 22 Jahre Kirchenältester, 30 Jahre intensive Kirchenchorarbeit in zwei Chören und sonstige unzählige Aktionen prägten und alle Beteiligten waren enorm verbunden. Ich glaube, niemandem noch mehr erzählen zu müssen, um zu spüren, wie viel „Herzblut“ von mir an der Friedensgemeinde einschließlich Kirche hängt:
• Den Glauben mit gleichgesinnten, befreundeten Menschen zu leben und immer wieder neu zu erfahren ist mir sehr wichtig.
• Dem Glauben eine Grundlage zu geben und Zeugnis abzulegen, besonders für jüngere Generationen ist mir ebenso wichtig.
• Dazu gehört für mich auch die Freude und Arbeit an und mit der Kirchenmusik, die ja auch ein wichtiger Teil der Verkündigung ist.
Dies alles finde ich in der Friedensgemeinde und mittlerweile auch in den anderen ev. Kirchgemeinden Neubrandenburgs.
03.11.2011, Eberhard Hahnke


Die Ausstattung der Kirche

Es ist nun 20 Jahre her, dass wir die Friedenskirche eingeweiht haben. Heute möchte ich noch einmal daran erinnern, dass damit aber nicht alle Probleme gelöst waren. Der Kirchgemeinderat musste sich noch mit dem Einbau der Orgel befassen .Was für eine Orgel soll es sein? Wie hoch sind die Kosten? Welche Mittel können wir aufbringen? Angebote mussten eingeholt und verglichen werden und es war zu entscheiden. In unserer Kirche wurden auch noch ein Altar‚ ein Lesepult und ein Taufständer gebraucht. Die Entwürfe waren zu beurteilen und der Auftrag zu vergeben.
Ein weiteres Problem stellte sich mit der Möglichkeit, die Kirche zu verdunkeln. Auch hier wurde eine kostengünstige Lösung gefunden, die um 1/3 günstiger war als die anderen Angebote: Diesen Auftrag erhielt die Tischlerei der „Werkstatt für Behinderte" auf dem Datzeberg.
Rolf Schulenburg

Ein Zuhause für uns alle!

20 Jahre war ich Katechetin in der Friedensgemeinde, 13 Jahre ohne und sieben Jahre mit Gemeindezentrum.
Die „Oststadtgemeinde", wie sie vorher hieß, hatte als Kirchräume nur die Baracke mit Ruine in Küssow und die Neubauwohnungen der Gemeindeglieder.
Es war eine spannende, intensive und aufregende Zeit. Die Christenlehre in den verschiedenen Privatwohnungen, bei manchen Familien, wie z.B. bei Franz, Kruse, Teidge, Kuschel, Matthes, Grambow und Seifert jahrelang, förderte sehr den Zusammenhalt untereinander.
Das partnerschaftliche Verhältnis unter den Mitarbeitern, zusammen mit dem sehr aktiven Kirchgemeinderat, war wohltuend und machte viel Freude.
Ganz wichtig für uns waren die Kinder- und Familienrüstzeiten jedes Jahr und auch die Gottesdienste in Küssow mit „Beiwagen" (d.h. einmal im Monat Gottesdienst mit Zusatzprogramm).
Das alles hat uns fest zusammengeschweißt, aber trotzdem stand über allem immer die Sehnsucht nach und der Traum von einem Gemeindezentrum: Ein Zuhause für uns alle! Inzwischen ist es da!! Sogar schon 20 Jahre lang. Elisabeth Kühl, Katechetin i.R.

20 Jahre Friedenskirche

Als wir Anfang 1975 von Leipzig in die Neubrandenburger Oststadt zogen, hat uns Pastor Lück von Anfang an in das Gemeindeleben einbezogen und zur ehrenamtlichen Mitarbeit ermuntert. So fanden wir wie viele zugezogene Familien hier schon bald unsere geistliche Heimat.
Es herrschten trotz Raumnot und mancherlei Provisorien eine fröhliche Aufbruchstimmung und ein gutes Miteinander von Alt und Jung.
Welche Freude erfüllte uns, als 1990 endlich der Bau unseres Gemeindezentrums beginnen durfte!
Inzwischen feiert unser Hauskreis bald den 40. Geburtstag, und auch wir sind etwas in die Jahre gekommen, aber in der Friedensgemeinde fühlen wir uns noch immer zuhause!

Anke und Lothar Franz