Die Geschichte des Neubrandenburger Franziskanerklosters
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- Kategorie: Johannisgemeinde Historie
- Veröffentlicht am Dienstag, 22. November 2011 17:40
- Geschrieben von Rainer Szczesiak
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Teil 1: Die Gründung
Im Jahre 1221 überschritt eine kleine Gruppe Franziskaner unter Leitung von Caesar von Speyer die Alpen. Es war der zweite, nun erfolgreiche Versuch des noch jungen Ordens, sich im nördlichen Teil des römisch-deutschen Reiches zu verbreiten. Die Anhänger der Bußbruderschaft folgten dem Vorbild Christi, indem sie arm und demütig durch das Land zogen, den Menschen Gutes taten, sowie das wahre Wort Gottes verbreiteten. Die Franziskaner waren Mendikanten (lat. Bettler). Sie zählten mit den Dominikanern, Augustiner-Eremiten und Karmeliten zu den wichtigsten Bettelorden, die sich im 13. Jahrhundert während der europäischen Armutsbewegung gebildet hatten.
Die Geschichte des Neubrandenburger Franziskanerklosters
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- Veröffentlicht am Dienstag, 22. November 2011 17:39
- Geschrieben von Webmaster
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Teil 2: Der frühe Klosterbau
In den Jahren um 1260 ließ Markgraf Otto III. von Brandenburg als Landesherr und tiefgläubiger Katholik im Bereich seines Stadthofes ein Franziskanerkloster erbauen. Viele deutsche Regenten hatten im Zuge der Armutsbewegung Vertreter der Bettelorden, speziell der Franziskaner und Dominikaner, in ihren Machtzentren angesiedelt. Dort wirkten sie als Geistliche und Seelsorger. Einige von ihnen traten auch als Berater und Diplomaten in Erscheinung. Aufgrund dieser herausragenden gesellschaftlichen Stellung erlangten die Franziskaner großes Ansehen.
Mit Baubeginn des Neubrandenburger Franziskanerklosters errichtete man zunächst eine Saalkirche und den Ostflügel, in dem von Süden aus gesehen offenbar die Sakristei, der Kapitelsaal, das Archiv und die Küche lagen (Bild).
Historie St. Johannis
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- Veröffentlicht am Freitag, 22. Juli 2011 08:00
- Geschrieben von Matthias Borchert
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Dazu gehörte eine schlichte Klosterkirche aus Feldsteinen, die Anfang des 14. Jahrhunderts erweitert wurde. Ihren jetzigen Zustand erhielt sie durch zwei größere Bauphasen, 1890 - 1894, und 1976 - 1980.
Nach der Zerstörung der Marienkirche (1945) ist die St. Johanniskirche zur Hauptkirche geworden. Ihr heller und freundlicher Raum beherbergt neben einem gotischen Flügelaltar aus dem 15 Jhd., einen Barockaltar aus dem 18. Jhd. Sehenswert sind weiterhin die Wand- und Deckenmalereien im Chorraum, die Buntglasfenster, die Kanzel aus dem 16.Jhd. mit den Alabaster-Reliefs und die von der Orgelbaufirma Schuke 1990 errichtete zweimanualige Orgel mit 32 Registern und Pedal. Das Lutherbild (Martin Luther mit dem Schwan) erinnert an den Gründer unserer protestantischen Kirche.


