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Kirchenregion Neubrandenburg

Verena von Samson, Jesus ist kommen, der starke Erlöser ...

Glaube an den Herrn Jesus

„Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“ Apg. 16,31

Wenn ich mir um die Jahreswende darüber Gedanken mache, was mich trägt und hält im Wandel der Zeiten, dann fällt mir immer wieder dieser Satz ein. Er steht in der Apostelgeschichte, Kapitel 16.

Paulus und Silas sind in Thyatira, in der heutigen Türkei, bei der Purpurhändlerin Lydia zu Gast. Sie gründen in Thyatira eine christliche Gemeinde. Als sie eine Frau im Namen Jesu von ihrem „Wahrsagegeist“ befreien, bringen sie deren Chefs gegen sich auf. Denen geht es um ihre Einnahmen. Und so landen Paulus und Silas schließlich im Gefängnis.
Plötzlich sind alle Türen zu. Gefangen und eingesperrt im Block – festgekettet. Situationen der Ausweglosigkeit. Nacht. Wer kennt das nicht? Was kann man da noch tun?
Paulus und Silas beten und loben Gott, sie singen. Und ich denke an die Lieder in unserem Gesangbuch, die uns helfen, das Gottvertrauen nicht zu verlieren und die gute Nachricht von Jesus in unsere Herzen hinein zu pflanzen. Bei Paulus und Silas ist innere Freiheit trotz allem, was bedrängt und Angst macht. Sie erleben, wie sich um Mitternacht die Türen öffnen und die Fesseln aufspringen: Gottes Kraft ist stärker als der Tod.
 
„Jesus ist kommen, der starke Erlöser,
bricht dem gewappneten Starken ins Haus,
sprenget des Feindes befestigte Schlösser,
führt die Gefangenen siegend heraus.
Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?
Jesus ist kommen, der starke Erlöser.“ (EG.66)
 
Nun ist der Gefängnisaufseher von Todesangst erfüllt. Für ihn ist das die Katastrophe. Alle Türen offen, die Gefangenen frei, - der Aufseher weiß, man wird ihn beschuldigen und bestrafen, weil er seiner Pflicht nicht nachgekommen ist, weil er es nicht verhindert hat.
Doch Gott möchte, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen: Auch dieser Mann soll leben.
Gerettet aus der Angst vor dem Versagen, vor Strafe, aus Todesangst, fragt er nach dem, der frei macht von aller Lebensangst, von allem, was fesselt und knebelt und uns gefangen hält.
„Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig werden!“
Der Aufseher hört das Wort von Jesus und lässt sich und die Familie taufen.
Diese Spontanreaktion – sie macht mir Mut für heute und morgen: Er, der Sohn Gottes, der machet recht frei. Denn seine Kraft ist stärker als der Tod.

Katharina Seuffert/ Neubrandenburg

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